Dividendenstrategien beim Trading mit Aktien-CFDs | Dividenden Nachrichten

Dividendenstrategien beim Trading mit Aktien-CFDs

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Ein CFD (= “Contract for Difference”) ist ein außerbörslich gehandeltes Anlageprodukt, bei dem der Anleger (Trader) von einem Finanzinstitut (Emittent) eine bestimmte Anzahl von Kontrakten auf einen bestimmten Basiswert (“Underlying”) erwirbt und während der Haltedauer in vollem Umfang an der Kursentwicklung des gekauften Basiswerts teilhat. CFDs unterliegen keinen zeitlichen Beschränkungen in Bezug auf Laufzeiten oder Ausübungsfristen.

Als Basiswerte kommen Aktien, festverzinsliche Wertpapiere, Rohstoffe und Währungen sowie Indizes auf diese Anlageklassen in Betracht. CFDs haben den Vorteil, dass ein Anleger nicht den (oft recht teuren) Basiswert als solchen kaufen muss, sondern nur einen bestimmten Prozentsatz des bewegten Anlagevolumens aus eigenem Kapital investieren muss. Je nach gewähltem Hebel sind bei Aktien-CFDs meist zwischen fünf und fünfundzwanzig Prozent des bewegten Anlagevolumens (d.h. des zum Kaufzeitpunkt aktuellen Kurswertes der Aktie) beim CFD-Emittenten als Sicherheitsleistung (“Margin”) zu hinterlegen.

Das restliche Anlagevolumen wird über einen Kredit finanziert, den der Emittent zur Verfügung stellt oder vermittelt. Dafür hat ein Anleger, der die von ihm eingegangene CFD-Position über den Erwerbstag hinaus (“overnight”) hält, dem Emittenten eine Zinszahlung zu leisten, die sich an einem marktüblichen Zinsindex, z.B. dem Euribor, orientiert und meist einen Zuschlag enthält, der beim Emittenten des CFDs verbleibt. Da CFDs auf steigende (“long”) oder fallende (“short”) Kurse gehandelt werden, lässt sich mit Aktien-CFDs sowohl von steigenden als auch von fallenden Kursen profitieren. Eine individuelle CFD-Strategie erfordert die Auswahl eines Brokers, der ein vielfältiges Aktien-CFD-Angebot, günstige Zinskonditionen, flexible Handelsmöglichkeiten und eine attraktive Handelsplattform bietet. Bei einem Brokervergleich von Netzsieger.de belegten folgende Anbieter die Plätze eins bis drei:

-         „ayondo“
-         „Comdirect“
-         „S Broker“

Dividendenstrategien beim CFD-Handel auf Aktien

Ein Anleger bzw. Trader, der in einen Aktien-CFD investiert, erwirbt zwar kein rechtliches Eigentum an der als Basiswert fungierenden Aktie, steht aber in wirtschaftlicher Hinsicht dem Inhaber der Aktie gleich. Er partizipiert daher nicht nur vollumfänglich am Umfang der Kursentwicklung, sondern erwirbt auch – jedenfalls in rechnerischer Hinsicht – den vollen Dividendenanspruch, wenn das Unternehmen eine Dividende auszahlt.

Gleiches gilt, wenn die Aktiengesellschaft ihren Aktionären Bezugsrechte oder Boni gewährt. Wer als CFD-Investor auf steigende Kurse setzt und die von ihm eingegangene Long-Position am Tage der Dividendenzahlung (Ex-Dividenden-Tag) innehat, bekommt bei deutschen Papieren die Dividende abzüglich 25 % Abgeltungssteuer zuzüglich Solidaritätszuschlag und eventueller Kirchensteuer gutgeschrieben. Bezieht sich der CFD auf die Aktie einer außerhalb Deutschlands domizilierten Gesellschaft, können die steuerlichen Abzüge abweichen.

Ist der auf fallende Kurse setzende CFD-Anleger am Ausschüttungstag Inhaber einer Short-Position, muss er – rechnerisch – die Dividende für jede Aktie bezahlen, auf die sich stückzahlmäßig seine CFD-Position bezieht. Die Abrechnung etwaiger Ausschüttungsansprüche oder Zahlungsverpflichtungen erfolgt jeweils bei Auflösung der betroffenen CFD-Position. Steht bei einer bestimmten Aktiengesellschaft eine Dividendenzahlung zu erwarten, kann es von Vorteil sein, rechtzeitig vorher eine CFD-Position aufzubauen, die der eigenen Erwartung im Hinblick auf die weitere Kursentwicklung entspricht.

Setzt der Anleger auf steigende Kurse, kann er rechnerisch von der Dividendenzahlung profitieren, muss allerdings berücksichtigen, dass der Titel nach Ausschüttung ex-Dividende gehandelt wird und somit (jedenfalls zumeist) an Kurswert entsprechend einbüßt. Spiegelbildlich umgekehrt ist es, wenn sich ein Short- CFD auf fallende Kurse im Portfolio befindet.

Erfahrene Anleger können auch von der weiteren Kursentwicklung nach dem Ausschüttungstag profitieren. Eine Analyse historischer Kursentwicklungen zeigt, dass bei vielen Aktiengesellschaften der Kurs den Dividendenabschlag in relativ kurzer Zeit wieder “aufholt”. Trotz der Verzinsungspflicht kann es sich daher lohnen, eine bestehende Long-Position eine gewisse Zeit lang aufrechtzuerhalten, wenn mit einer schnellen Kompensation des Dividendenabschlags gerechnet werden kann.

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Das Dividenden Nachrichten Portal bietet täglich aktuelle Nachrichten zu gesuchten Dividendenaktien aus allen Branchen und Ländern der Welt. Dividenden sind einfach die besseren Zinsen ! Redaktion Dividenden-Nachrichten.de / Autor: Markos Wunram

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