Dividendenfonds: Gebühren fressen oft die Rendite auf | Dividenden Nachrichten

Dividendenfonds: Gebühren fressen oft die Rendite auf

0

© www.pexels.com

Möchte man in Aktien investieren, so ist es durchaus ratsam, wenn man auch die Dividenden berücksichtigt. Denn zu glauben, es handle sich dabei nur um ein „nettes Beiwerk“, ist ein Fehler, der am Ende einen nicht unwesentlichen Einfluss auf den Gewinn hat.

Diverse Studien haben belegt, dass es die Dividenden sind, die einen großen Einfluss auf die langfristige Entwicklung der Aktienanlage haben. Auch Warren Buffet, der Starinvestor aus den USA, investiert seit Jahrzehnten in Dividendenaktien, sodass er nicht nur aufgrund steigender Kurse profitiert, sondern auch durch die Gewinnausschüttungen der Unternehmen.

Die Anlagestrategie, in Unternehmen zu investieren, die besonders hohe Dividenden ausbezahlen, verfolgen auch sogenannte Dividendenfonds. Die Ergebnisse einer Studie der „Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz“ (kurz: DSW) und dem „Institute for Strategie Finance“ (kurz: isf) der FOM Hochschule haben gezeigt, dass die deutschen Aktiengesellschaften im Jahr 2018 eine Dividende von über 50 Millionen Euro ausbezahlt haben.

Besonders interessant für sicherheitsorientierte Anleger

Bei einem Dividendenfonds handelt es sich um einen regulären Aktienfonds, der die Dividendenstrategie verfolgt. Der in Deutschland größte Dividendenfonds ist „DWS Top Dividende“. Hier investiert man also in Aktien von Gesellschaften, die in regelmäßigen Abständen Gewinne ausschütten.

Möchte man also die Dividendenstrategie anwenden, so ist es nicht erforderlich, sich stundenlang mit der Unternehmensanalyse auseinanderzusetzen. Es genügt, sich mit den diversen Dividendenfonds zu befassen. Aufgrund der Tatsache, dass Dividendenfonds von einem professionellen Management betreut werden, kann man sicher sein, dass nur in die richtig starken Dividendenaktien investiert wird.

Dividendenfonds sprechen in der Regel jene Investoren an, die auf der Suche nach regelmäßigen sowie stabilen Erträgen sind. Bezüglich der Stabilität sollte man aber nicht glauben, dass ein Dividendenfonds mit einem Tagesgeld oder Sparbuch verglichen werden kann – selbstverständlich gibt es auch hier Kursschwankungen, sodass es auch zu einem kurzzeitigen Verlust kommen kann. Wer in einen Dividendenfonds investieren will, sollte daher eine Mindestlaufzeit von fünf Jahren wählen – je länger man in Aktien investiert, umso höher ist die Chance, einen Gewinn zu erzielen.

Aufgrund der Tatsache, dass Sparbücher wie Tages- oder Festgeldkonten nicht mehr attraktiv sind, weil man aufgrund der Niedrigzinsen gar keinen Gewinn mehr verbuchen kann, interessieren sich auch immer mehr sicherheitsorientierte Anleger für Dividendenfonds. „Schon seit längerer Zeit kann eine hohe und nicht abreißende Nachfrage bei Dividendenfonds beobachtet werden“, so Frank Wieser, Geschäftsführer bei „PMP Vermögensmanagement“. „Für uns gehören Dividendenfonds zum Basisinvestment“, betonte Christian Röhl, der Gründer der Reserach-Plattform „DividendenAdel“.

Hohe Gebühren nagen an den Gewinnen

Dividendenfonds sind durchaus stabil und des Weiteren auch ein relativ renditestarkes Börseninvestment. Auch während volatiler Marktphasen kann man mit der Dividendenstrategie regelmäßige Erträge erzielen; bei thesaurierenden Dividendenfonds profitiert der Anleger auch vom Zinseszinseffekt.

Zu beachten ist, dass Dividendenfonds für ein Basisinvestment oft eine zu enge Branchen- wie Ländermischung aufweisen. So gibt es in den Fonds kaum Unternehmen aus dem Internetsektor. Heutzutage sollte man aber keinesfalls die IT-Branche ignorieren. Das heißt, es ist mitunter ratsam, wenn man einen Teil des anzusparenden Geldes in breitgestreute Fonds investiert – dazu gehören unter anderem der Stoxx 600 Europe, der MSCI Europe oder auch der MSCI World.

Problematisch sind auch die Gebühren. Führt man einen Vergleich der diversen Dividendenfonds durch, so wird man relativ schnell feststellen, dass diese ausgesprochen hoch sind – das heißt, die Gewinne werden oft durch die Fondsgebühren aufgefressen.

Das beste Beispiel ist hier Deka. Investiert man in den Fonds „Deka DividendenStrategie“, so liegen die laufenden Kosten bei 1,32 Prozent – der Ausgabeaufschlag beträgt 4 Prozent. Entscheidet man sich für „Deka BasisAnlage A60“, so betragen die laufenden Kosten 1,43 Prozent. Der Ausgabeaufschlag liegt bei 3,75 Prozent.

Anleger sollten nicht nur in Dividendenfonds investieren

© www.pexels.com

Wer auf der Suche nach einem Dividendenfonds ist, der sollte unbedingt einen Blick auf die Gebühren werfen. Das heißt, es geht in erster Linie darum, dass man einen Vergleich anstellt, bevor man sich für einen bestimmten Fondsanbieter entscheidet.

Des Weiteren sollte man niemals nur in einen Dividendenfonds investieren, sondern auch in breitgestreute Fonds – so etwa in den MSCI World oder auch MSCI Europe.

Kennst Du schon meine eBooks/Taschenbücher für Deinen Börsenerfolg?

Kostenloser TOP-Dividenden Aktien Newsletter
Deine EMail Adresse:
Rating: 5.0, from 2 votes.
Please wait...

About Author

Das Dividenden Nachrichten Portal bietet täglich aktuelle Nachrichten zu gesuchten Dividendenaktien aus allen Branchen und Ländern der Welt. Dividenden sind einfach die besseren Zinsen ! Redaktion Dividenden-Nachrichten.de / Autor: Markos Wunram